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Dienstag, Mai 09, 2006

Snakes... you're on your own!

DISNEYLAND, WIR KOMMEN!

Jetzt gehören wir zu den Millionen von Menschen, die die vermutlich berühmteste Maus der Welt besucht haben. Morgens um halb zehn betraten wir den Vergnügungspark und abends um halb acht verliessen wir ihn wieder. In den Stunden dazwischen waren wir in den verschiedenen Welten unterwegs.

Vermutlich das bekannteste Wahrzeichen, der Eingang zum Fantasyland

Natürlich ging es als erstes zum ADVENTURELAND, wo wir zunächst eine "wilde" Flußfahrt, genannt JUNGLE CRUISE unternahmen. In gemächlichem Tempo fährt man an verschiedenen animatronischen Figuren - die korrekte Bezeichnung dieser Roboterpuppen ist "Audio Animatronics" - vorbei, die die Dschungellandschaft beleben.

Nach dieser "Aufregung" waren wir bereit für die echte Herausforderung: INDIANA JONES und ein verfluchter Tempel warteten auf uns.

Bei dieser Attraktion fiel uns zum ersten Mal auf, mit welch geschicktem Trick, man im Park versucht, dafür zu sorgen, dass einem die Wartezeiten nicht so lang erscheinen: Der Weg zum eigentlichen Beginn der Warteschlange führt durch dunkle Höhlen mit flackerndem Licht und dauert schon ein paar Minuten! Wir überwanden aber auch dieses Hindernis und standen schliesslich vor dem Eingangsbereich, wo ein kleines Filmchen (mit John Rhys-Davies als Sallah) auf die Fahrt einstimmte. Nach einigen weiteren Metern bestiegen wir das Gefährt, wo wir bei unserem Ride das Glück hatten, in der ersten Reihe sitzen zu können. In den nächsten Minuten wurden wir tüchtig durchgeschüttelt, wurden von Indy persönlich begrüßt: "Tourists!" und entkamen in letzter Sekunde. That was fun, weshalb wir im Verlauf des Tages zwei weitere Fahrten unternahmen.

Wir verließen das Land der Abenteuer und betraten FRONTIERLAND, wo ich die "Big Thunder Mountain Railroad" testete. Jede Achterbahn, die ich fahre, muss sich jetzt an "The Mummy" aus dem Universal Studio Theme Park messen lassen. Da habe ich das extremste Fahrerlebnis meiner Achterbahnkarriere erlebt. Eine Fahrt im Dunkeln hatte ich schon mal gemacht, aber nicht so schnell und nicht mit dem plötzlichen Stopp in der Mitte der Fahrt und anschließender RÜCKWÄRTSfahrt! Brutal! Das macht man keine zehnmal hintereinander... Okay, zurück zu "Thunder Mountain", auf der Mummy-Skala - wo Mummy eine 10 ist, war diese Bahn bestenfalls eine 3, aber trotzdem ganz nett und die weinenden Kinder waren ein zusätzlicher Bonus. Da wir gerade zur Zeit des Ablegens am Raddampfer vorbeikamen, unternahmen wir eine Rundreise auf der "Mark Twain".

Weiter ins CRITTER COUNTRY, wo eine furchtbare Herausforderung auf mich wartete: "The Many Adventures of Winnie the Pooh". In niedlichen Bienenkorbwagen ging es durch Poohs Traum vom Honigland! Hunny!

Konnte dieser Thrill noch gesteigert werden? Hmm... woher kam dieses Kreischen gefolgt von heftigem Wasserplatschen? "Splash Mountain"!

Nachdem ich am Ausgang überprüft hatte, wie naß die Fahrgäste diese Attraktion verließen, machte ich mich an den Aufstieg und den langen Weg - ihr erinnert euch, an den "Weg-Trick" - zum Einstieg in die "Baumstämme". Zur Musik von "Zip-a-dee-do-dah" schwamm der Baumstamm im Inneren des Berges durch eine mit animatronischen Cartoon-Figuren gefüllte Szenerie, bevor es am Ende ganz steil bergab ging. Woooooooooooooooooooooooooooooooo! SPLASH! Hoher Spaßfaktor! Allzu feucht wird man auch nicht. Sehr empfehlenswert.

Gleich geht's ruuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuunter!!!!

Wir schlenderten voran und kamen zum NEW ORLEANS SQUARE, wo uns ein Haus auffiel... es handelte sich um das "Haunted Mansion". Geisterhaus? Etwas ähnliches hatten wir bei Universal durchwandert. Man lief dort durch dunkle Gänge und von Zeit zu Zeit poppten Plastikgespenster hoch und ein paar menschliche Erschrecker tauchten plötzlich auf. Mit dieser Erwartung betraten wir das Haus - und wurden sehr positiv überrascht. Nachdem man von Tony Jay's Stimme begrüsst wurde und mit einem Fahrstuhl in die unteren Gewölbe transportiert worden war, bestieg man kleine Gondeln und die Reise durch die Geisterwelt begann! Eine raffinierte Mischung aus Licht- und Toneffekten, animatronische Figuren und gespenstische Musik im Stile eines Danny Elfman sorgte für eine wahrhaft gruselige Atmosphäre. Auf jeden Fall sahen wir hier mehr Geister als auf der "Queen Mary".

Zeit für harte Wissenschaft und TOMORROWLAND - oder wie Lars es nennt: Das Land der schlechten Wortspiele. Von den Attraktionen in diesem Land waren wir zunächst bei "Star Tours", wo man einen virtuellen Flug zum Mond "Endor" buchte. Der Robot-Pilot erweist sich allerdings als ziemliche Pfeife und so gerieten wir armen Passagiere in ein Raumgefecht mit imperialen Raumjägern. Nur gut, dass eine Staffel X-Wings auftauchte, um uns zu retten. Star Wars-Kenner haben sicher schon geschlußfolgert, dass "Star Tours" in Zusammenarbeit mit "LucasFilms" kreiert wurde.

Ein anderer Film diente als Anregung für das 3-D-Kino-Abenteuer "Honey, I Shrunk the Audience". Lustig gemacht und mit Rick Moranis und Eric Idle als Darsteller im Film.

In unmittelbarer Nähe steht das große "Innoventions"-Gebäude. Jede Menge Pseudo-Zukunfts-Wissenschaftsschnickschnack präsentiert von einem gewissen "Tom Morrow" (siehe oben - schlechte Wortspiele!), aber zwei wirklich interessante Dinge stöberten wir doch noch auf: virtuelle Aquarien, bei denen man per Touchscreen Einfluß auf das Geschehen im Fischtank nehmen konnte. Und dann war da ASIMO. Bis zur nächsten Präsentation des Roboters dauerte es noch etwa eine Stunde und da sich der kleine Hunger gemeldet hatte, futterten wir im "Club Buzz" zwei extrem fettige Cheeseburger. Anschließend zurück zu Innoventions und zur Vorführung. Eine ca. fünfzehnminütige Show zeigte die Fähigkeiten der japanischen Wundermaschine.

Schaut mal, was ASIMO alles kann...

... zum Beispiel auf einem Bein balancieren!

Und so sieht der Bursche von hinten aus.

Im FANTASYLAND kletterten wir in ein Boot, mit dem wir durch die Szenerie "It's a small world" schipperten.

Die wunderbare kleine Welt

Viele kleine Püppchen sangen und tanzten zu einer Melodie, die uns noch eine ganze Weile verfolgte.So entsehen wohl Kindertraumata - und verstanden wir auch endlich die Parodie in den "Simpsons" in der Folge "Duff World".

Nächster Halt: MICKEY'S TOONTOWN.

Hier wohnen Mickey, Minnie, Goofy, Donald und all die anderen, die man aus den einschlägigen Cartoons kennt.

Chip 'n Dale - bei uns als A- und B-Hörnchen bekannt!

Das ist die Art Verkehrsschild, das man gerne auch mal in der realen Welt vorfinden würde.

Wir stellten uns in die lange Schlange für "Roger Rabbit's Car Toon Spin" und rotierten in unseren Toon-Autos durch die Welt von Roger Rabbit. Ich fuhr danach noch im "Gadget's Go Coaster". Eine sehr harmlose Achterbahn, wie sich zeigen sollte. Eigentlich nicht die Wartezeit wert. Diese Achterbahn kann man mühelos zehnmal - ach was - hundertmal hintereinander fahren.

Spät war es geworden... Wir schleppten unsere müden, alten Körper ein letztes Mal zum Geisterhaus und zum Tempel von Indiana Jones, bevor wir uns an der Main Street einfanden, um die allabendliche "Parade of Dreams" zu beobachten.

Gespanntes Warten auf die Parade

Alice aus dem Wunderland und Timon aus "Der König der Löwen" flanieren vorbei!

Und hier Schneewittchen... irgendwo waren da auch die Zwerge.

Es folgte ein letzter Einkauf in einem der zahlreichen Merchandising-Geschäfte. Was dann noch blieb, war sich einen Platz in einer Tram zum Parkhaus zu erkämpfen und danach in der Dämmerung ins Hotel zu fahren.

Übrigens ein Rat für alle, die mit ihren Kindern derartige Parks besuchen: die Kleinen immer gut anleinen, dann gehen sie nicht verloren. Wir sahen so manchen Racker an der Leine, was fehlte war nur dieser praktische Rückholmechanismus, den man von Hundeleinen kennt.

Die heutige Preisfrage: was bedeutet die Überschrift? Kleiner Tipp... wir haben den Spruch in einer der Attraktionen gehört!

Posted by Mike at 8:12 PM
Edited on: Donnerstag, Mai 11, 2006 5:36 AM
Categories: 2006: Los Angeles-Denver