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Monday, April 27, 2015

Thunderhead

Heute haben wir den groessten Teil des Tages auf den Beinen verbracht und das Auto durfte sich ausruhen. Zunaechst nutzten wir die guenstige Lage unseres Hotels, das sich genau gegenueber einer Outlet Mall befindet, um zu einer morgendlichen "Shopping spree" aufzubrechen. Als genug Geld ausgegeben war, schlossen wir den zweistuendigen Einkaufsbummel mit einem leckeren Eis ab.

Die letzten Tage waren eher trueb und verregnet dahergekommen, so dass wir positiv ueberrascht vom klaren Himmel und freundlicheren Temperaturen waren. Das machte unseren Besuch bei Dollywood wieder moeglich. Bei Regen waere das keine Option gewesen. So fuhren wir die paar Meilen von Sevierville nach Pigeon Forge und schauten uns in Dolly Partons idyllisch gelegenen Vergnuegungspark um.

In der huegeligen Berglandschaft ist der Park in zehn Themengebiete unterteilt. Die Navigation im Park liess etwas zu wuenschen uebrig, ohne staendig den Plan zu konsultieren, irrt man etwas herum. Unser erster Anlaufpunkt war der Bahnhof, wo wir den Dollyexpress fuer eine kleine zwanzigminuetige Rundfahrt bestiegen. Gezogen von einer alten Dampflok setzte sich der Zug qualmend und pfeifend in Bewegung.

Wieder zurueck sahen wir uns einen ziemlich kitschigen Kurzfilm namens "Heartsong" an, in dem Dolly Parton in sehr romantisierender Weise von ihrem Leben in den Smokey Mountains berichtete. Fuer mich persoenlich gab es im Park nur eine Sache, die ich unbedingt machen wollte: mit der Holzachterbahn "Thunderhead" fahren. Ich hatte noch nicht erwaehnt, wie leer der Park war. Bis zur Hauptsaison dauert es noch etwas, deshalb war die Auslastung sehr gering, was den Vorteil hatte, dass es nirgendwo Wartezeiten gab. Die zweiminuetige Berg- und Talfahrt ruettelte mich gehoerig durch und die Spitzengeschwindigkeit von 90 km/h war nicht ohne. Megaspass!

Video der Fahrt mit "Thunderhead"

Nach der Fahrt wanderten wir weiter durch den Rest des Parks, nahmen eine kleine Staerkung zu uns und besuchten das Dolly-Parton-Museum, in dem zahlreiche Fotos, Kleider und andere Erinnerungsstuecke der Saengerin zu bestaunen sind. Begruesst wird man fast persoenlich von Dolly selbst, die als Hologramm auf einer Buehne erscheint.

Zu den Hoehepunkten der Ausstellung gehoeren unter anderem eine grosse Glasvitrine, in der Partons zahlreiche Auszeichnungen wie Grammys oder Country Music Awards untergebracht sind. Fuer Parton-Fans ist der sogenannte "Coat of many Colors" ein Must-See. Es ist ein Mantel, den Partons Mutter fuer die kleine Dolly aus Stoffresten anfertigte, weil die Familie zu arm war, um dem Kind einen neuen Mantel zu kaufen.

Parton schrieb spaeter eine Ballade namens "Coat of many Colors", der diese Geschichte zum Inhalt hat.

Mittlerweile ging es auf 18 Uhr zu und ich beschloss eine weitere Fahrt mit "Thunderhead" zu wagen. Voller Adrenalin ging es dann auf Heimweg. Da wir noch nicht richtig gegessen hatten, hielten wir bei T.G.I. Fridays, um das obligatorische Jack-Daniels-Saucen-Menue zu futtern. Die Sauce wird inzwischen nach einem leicht veraenderten Rezept hergestellt, dass sie salziger und etwas weniger suess schmecken liess. Immer noch gut, aber die alte Rezeptur gefiel uns besser.

Das war es dann fuer diesen Tag.

Posted by Mike at 8:23 PM
Categories: USA 2015